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30.10.2020

Kommunikationskonzept für Verbände

Mit 6 Schritten zu einem erfolgreichen Kommunikationskonzept

 
 

Autor: Andreas Wilke 

Wie jede Krise bietet auch die Corona-Pandemie besondere Chancen.

Durch eine gezielte und aktive Kommunikation können Sie Ihren Mitgliedern Orientierung und Sicherheit bei der Bewältigung dieser herausfordernden Situation in Ihrem Berufsumfeld geben. Das unterstreicht den Wert einer Verbandsmitgliedschaft.

Politik und Öffentlichkeit gegenüber verdeutlichen Sie die Bedeutung Ihrer Berufsgruppe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem Sie die Leistungen und das Engagement klar aufzeigen und über die vielfältigen Kommunikationskanäle verbreiten.

Damit dies erfolgreich gelingt und Sie die wertvollen personellen und finanziellen Ressourcen bestmöglich einsetzen, ist es wichtig, die Kommunikation Ihres Verbandes nicht reaktiv sondern proaktiv und strategisch zu organisieren.

Der Weg zu einem erfolgreichen Kommunikationskonzept erfolgt in 6 Schritten:
1. Analyse Status Quo / Stärken und Schwächen
2. Ziele: kurz-, mittel-, langfristig
3. Zielgruppen: intern und extern
4. Strategie: Botschaften / Dramaturgie / Kanäle
5. Themen und Maßnahmen
6. Kontrolle


Analyse Status Quo / Stärken und Schwächen
Bevor Sie über Inhalte und Kommunikationskanäle nachdenken ist es erst einmal wichtig den Status Quo Ihrer Organisation offen und ehrlich zu beschreiben:

  • Wie ist die Gesamtsituation unseres Verbandes?
  • Wo liegen unsere Stärken, wo unsere Schwächen?
  • Wie wird aktuell mit welchen Zielgruppen kommuniziert?


Ziele festlegen
Um die Kräfte in ihrer Organisation zu bündeln ist es wichtig, Sie auf ein gemeinsames, langfristiges Ziel auszurichten und Ihnen so Orientierung zu geben. Diskutieren und erarbeiten Sie diese Ziele gemeinsam in der Verbandsleitung und kommunizieren Sie diese anschließend an Ihre Mitglieder.

  • Welche Ziele verfolgt Ihr Verband?
  • Was kann Kommunikation dazu beitragen?


Zielgruppen: intern und extern
Als Interessenvertretung repräsentieren Sie natürlich als Erstes die Belange Ihrer Mitglieder, aber auch hier gibt es unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen. Diese liegen bei einem Berufsanfänger anders als bei jemanden, der schon 20 Jahre im aktiven Berufsdienst ist. Vor und mit dem Einstieg in den Ruhestand verändern sie sich erneut grundlegend. Eine gute Hilfe zur Visualisierung dieser Zielgruppen, bietet die Verwendung von sogenannten „Personas“. Das sind fiktive Persönlichkeiten, welche die überwiegenden Eigenschaften einer Zielgruppe darstellen sollen. Ähnlich können Sie auch mit den Zielgruppen außerhalb Ihres Verbandes verfahren (Politik, Öffentlichkeit, Presse, ...)

  • Wen will Ihr Verband erreichen?
  • Welche Cluster können Sie dabei bilden?
  • Welche Mehrwerte können Sie diesen Zielgruppen bieten?


Strategie: Botschaften / Kanäle / Dramaturgie
Um Personen und auch Organisationen einschätzen zu können, machen wir uns „ein Bild“ von diesen. Das geschieht meist unbewusst innerhalb von wenigen Momenten und ist später nur schwer zu revidieren. Dieses Bild trägt anschließend wesentlich dazu bei, wie die Botschaften von Ihrer Zielgruppe angenommen werden. So kann der gleiche Inhalt ganz unterschiedlich wahrgenommen werden.

Die Imagebildung Ihrer Organisation sollten Sie nicht dem Zufall überlassen, sondern strategisch entwickeln, damit Ihre Botschaften auch die richtige Wirkung erzielen. Strategieentwicklung bedeutet: erst denken, dann machen.

  • Wie will Ihr Verband von innen und von außen wahrgenommen werden?
  • Was will ihr Verband sagen?
  • Welche Mittel sind die richtigen?
  • Welche Kanäle sind für Ihren Verband relevant?


Themen und Maßnahmen
Die unter 1-4 genannten Punkte sind wichtig um der Kommunikation Ihres Verbandes die richtige Basis und Richtung zu geben. Jetzt geht es darum, eine sinnvolle Kommunikations-Struktur zu hinterlegen, damit die personellen und finanziellen Potenziale optimal genutzt werden können.

Dazu empfehlen wir am Anfang ein Brainstorming, indem die Themen bunt gesammelt und anschließend in eine Struktur eingebunden werden. Diese Struktur hilft, die redaktionelle Arbeit zeitlich zu entspannen, indem planbare Themen in Ruhe vorbereitet werden können und nur auf die aktuellen Themen kurzfristig reagiert wird. Nachfolgende Gliederung wäre denkbar:

  • Feststehendes Themen
  • Fach- bzw. Schwerpunkt-Themen
  • Saisonale Themen
  • Aktuelle Themen

Nach deren inhaltlichen Struktur folgt die Wahl der richtigen Kanäle und die zeitliche Komponente. Nicht jede Mitteilung macht in allen Kanälen Sinn. Beachten Sie, welche Zielgruppe Sie damit erreichen wollen und wo diese kommuniziert.

Dabei können allgemeine Informationen ruhig über einen längeren Zeitraum über verschiede Kanälen verbreitet werden (Website, Social-Media, Newsletter, Magazin, Pressemitteilung,...). Es wichtig, Umfang, Ansprache und Schwerpunkte auf die Nutzung der jeweiligen Kanäle anzupassen.


Kontrolle
Trotz guter Vorbereitung und Struktur, können Sie nicht alle Einflussfaktoren für eine erfolgreiche Kommunikation steuern. Überprüfen Sie den Erfolg zeitnah.

  • Was kommt an?
  • Was wird von aufgenommen?
  • Erreichen Sie Ihre Ziele?
  • Geht die Strategie auf?
  • Wo müssen Sie nachsteuern?

Gerne unterstützen wir Sie bei der Erarbeitung eines individuellen Kommunikations-Konzepts für Ihren Verband, im Rahmen unsere SINNakademie oder von Workshops bei Ihnen vor Ort. Sprechen Sie uns einfach an.

Fragen zum Thema?
Ich berate Sie gern...

Andreas Wilke

Andreas Wilke

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